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Beschluss des Unterbezirksparteitages vom 11. April 2026
11.04.2026
Der Parteitag des Unterbezirks Stadt Bremen fordert die sozialdemokratischen Mitglieder des Senats sowie die Mitglieder der SPD-Bürgerschaftsfraktion auf, die Nutzung von Nachtzieltechnik bei der Jagd im Land Bremen zu ermöglichen und hierfür eine klare rechtliche Grundlage zu schaffen, um insbesondere den Hochwasser- und Deichschutz wirksam zu stärken sowie Sicherheit, Natur- und Tierschutz zu verbessern, indem…
- die Verwendung von Nachtzielgeräten zur Jagd auf Schwarzwild, Raubwild sowie die invasiven Arten Waschbär, Marderhund und insbesondere Nutria im Rahmen der bestehenden jagd- und waffenrechtlichen Vorschriften ausdrücklich zugelassen wird,
- die Regulierung der stark anwachsenden Nutria-Population ausdrücklich als fester Bestandteil des Hochwasser- und Deichschutzes anerkannt und durch geeignete jagdliche Instrumente wirksam unterstützt wird,
- die Jagdbehörden beauftragt werden, verbindliche Informations- und Schulungsangebote für Jäger:innen bereitzustellen, um einen verantwortungsbewussten, sicheren und tierschutzgerechten Einsatz der Nachtzieltechnik sicherzustellen,
- ein strukturierter Dialog mit den großen Umweltverbänden, den Deichverbänden im Land Bremen sowie der Landesjägerschaft initiiert wird, um Ziele, Einsatzgrenzen und Kontrollmechanismen der Nachtzieltechnik transparent darzustellen, fachliche Expertise einzubeziehen und möglichen Missverständnissen frühzeitig vorzubeugen,
- die Bejagung invasiver, überwiegend nachtaktiver Arten gezielt gestärkt wird, um den Schutz einheimischer Arten, sensibler Lebensräume sowie besonders gefährdeter Rote-Liste-Arten zu verbessern und den Zielsetzungen der europäischen Regelungen zum Umgang mit invasiven gebietsfremden Arten gerecht zu werden,
- die Regelungen zum Einsatz von Nachtzieltechnik regelmäßig evaluiert und an neue wissenschaftliche Erkenntnisse sowie praktische Erfahrungen angepasst werden, um dauerhaft hohe Standards bei Sicherheit, Natur- und Tierschutz zu gewährleisten.